Das Ende der Poesie – Wir schwelgen ein letztes Mal in Liebesdingen

Es sind die vielleicht poetischsten Folgen der Theaterserie EINE STADT WILL NACH OBEN. Lucia Bihler (gerade hat sie VOLKSVERNICHTUNG ODER MEINE LEBER IST SINNLOS bei uns inszeniert) hat sich in den Folgen 7 + 8 unseres experimentellen Theaterformats darauf fokussiert, die Lieben und Leidenschaften der Hauptfiguren herauszuschälen. Welche Verletzungen trägt wer davon, wo sind sie vielleicht schon verheilt, wo bluten die Wunden noch? Karl Siebrecht, dessen Ehe mit Rieke nach einigen Jahren ermüdet ist, hatte bei einer seiner auswärtigen Schmugglerfahrten einen schlimmen Autounfall – Amnesie inklusive. Nach seiner Rückkehr nach Berlin verliebt er sich in die schöne Hertha Eich. Doch Hertha ist eine unabhängige junge Frau aus gutem Hause, sie verkörpert spiegelbildlich die moderne Zwanziger-Jahre-Frau – und die will vom Heiraten aber so was von gar nichts wissen! Abgerundet wird das ästhetisch ebenso strenge wie morbide Konzept von einem Frauenchor, der uns auf wunderbarste Weise mit der eigenen Vergänglichkeit konfrontiert.

Folge 7 + 8 – ZUM LETZTEN MAL am 16.12. in Cumberland

Nach diesem Termin gibt es nur noch beim GROSSEN SERIENMARATHON am 05.01. die Chance die Theaterserie zu gucken!

Foto: Isabel Winarsch

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