Die neue Spielzeit bringt eine neue-alte Bar mit sich: Die „Bar Cumberland“ startet mit neuem Betreiber

Kannst du dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Christopher Faust. Die Meisten kennen mich als Fausti, den Spitznamen habe ich schon seit der siebten Klasse. Wenn ich mich mit den Namen Christopher vorstelle, gucken mich die Leute irritiert an und fragen sich: Wer ist Christopher? Gerade hier im Schauspielhaus kennen die wenigsten meinen Vornamen oder meinen richtigen Namen, aber das ist vollkommen in Ordnung. Ich bin 39 Jahre alt und war schon einige Jährchen hier am Haus und hab schon während der Schulz-Intendanz hier eine gute Zeit gehabt. Auch in der Fortsetzung mit Lars-Ole [Walburg] habe ich hier über die Jahre viele Leute kennengelernt, freundschaftliche Beziehungen zum Ensemble und zu den Technikern geknüpft. Da gibt es auch teilweise noch Überschneidungen zu meiner Schulzeit. Hannover ist irgendwie auch ein kleines Dorf. Das macht es so sympathisch. Ich freue mich, jetzt wieder hierher zu kommen, es ist wie nach Hause kommen. Ich liebe diese Location.

Wie kam es dazu, dass du jetzt die Bar in Cumberland übernimmst, nachdem die Calamaris ihren Vertrag nicht verlängert haben?

Das Schauspielhaus ist auf mich zugekommen und hatte Interesse an meiner Person, weil ich hier mit den Leuten gut klarkomme.

Was reizt dich daran eine Bar in einem Theater zu betreiben?

Zum einen steht natürlich die Örtlichkeit für mich im Vordergrund. Cumberland lebt von diesem morbiden Charme, es ist nicht alles renoviert, in den Ecken ist so ein bisschen der Putz zu sehen und sowas. Das macht für mich diesen Ort aus. Dann ist natürlich für mich auch das Publikum herrlich, das ich hier bekomme, weil es ein sehr angenehmes Publikum ist. Und natürlich machen die Schauspieler und Schauspielerinnen das Umfeld hier sehr spannend.

Was erwartet uns als Gäste, wenn demnächst die Umbauarbeiten abgeschlossen sind und die Bar richtig eröffnen kann?

Es wird eine schöne klassische Bar werden. Wir werden die Oberlichter hinter der Bar offen lassen und mit Buntglasfolie bekleben, sodass mehr Licht einfällt. Vorher waren die Oberlichter abgehangen. So wird der Raum wärmer werden. Wir werden auch viel mit Schwarz und Anthrazit arbeiten. Vielen Dank an dieser Stelle an Katharina Zerr, eine Bühnenbildassistentin hier am Haus, dass sie meine Vorstellungen beim Entwurf übernommen hat und den Bau und Aufbau der Bar ein bisschen betreut. Dank geht auch an den Theatermeister Markus Fricke und viele andere. Das sind alles Leute, die „Ja klar“ sagen wenn ich frage, ob sie mir helfen. Für die provisorische Bar konnte ich zum Beispiel auch die Requisite ansprechen, die haben mir auch geholfen. Ich kenne die Leute hier im Haus, ich habe die Kontakte und das macht es mir natürlich relativ einfach. Im Moment hat die Bar wegen des Umbaus ein kleineres Angebot an Getränken. Das wird Stück für Stück wachsen und am Ende steht dann zum Beispiel eine schöne kleine Weinauswahl und eine vernünftige Spirituosenauswahl. Ich werde hinter jedem Produkt, was ich da verkaufe, stehen. Zum Teil werden auch neue Getränke dabei sein. Bei den Marken wird es einen Wechsel geben und auch die Cocktailkarte wird minimal erweitert.

Hast du Mitspracherecht gehabt bei der Gestaltung der Bar?

Ich habe vorgegeben was ich brauche und ansonsten habe ich Katharina komplett hundertprozentig vertraut, weil sie auch schon sehr lange am Haus ist und einfach auch über die nötige Erfahrung verfügt. Natürlich hat sie das alles mit mir abgesprochen.

Und wenn dann alles steht, ihr die Bar fertig gebaut habt und das Licht durch die bunten Fenster hereinfällt, was passiert dann hier?

Was genau die Gäste erwarten wird, möchte ich jetzt noch nicht so weit im Voraus verraten. Ich kann aber schon sagen, dass es ab Oktober losgeht und es ein paar Veränderungen geben wird.  Für Partys habe ich mir einen verlässlichen und guten Partner gesucht. Ich werde aber primär selbst hinter der Bar stehen. Ich will hier nicht nur Aushilfen stehen haben.

Du wirst also Barbetreiber und gleichzeitig Gastgeber sein?

Quasi das Gesicht der Bar. Das entspricht auch meinem Ruf hier am Haus, als jemand der da ist, sich auskennt und weiß, wie die Dinge funktionieren.

Wird wieder getanzt in Cumberland?

Sicher! Schon zur Premierenfeier von Der schwarze Obelisk und bei der Club-Premiere. Es sind natürlich nach wie vor bei Premierenfeiern alle eingeladen, auch die, die das Stück nicht gesehen haben an dem Abend. Wir haben die entsprechenden Kapazitäten, die Schauspieler freuen sich darüber, wenn die Premierenpartys belebt sind und die Leute freuen sich auch immer. Kommt alle!

Die Bar in Cumberland öffnet am 31. August wie gewohnt rund ums Theater – ab dem 5. Oktober geht es dann auch mit dem Partyprogramm wieder los. Man darf gespannt sein!

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