Verschlossen in der Vergangenheit – zweite Tagebuchlesung startet im Mai!

Tagebuch – da steigen direkt mit kleinen, goldenen Schlössern gesicherte Diddl-Tagebücher vor dem Horizont des inneren Auges auf. Ein gemeinsames Tagebuch mit der besten Schulfreundin, heimlich unterm Tisch geführt. Vielleicht ein anonymes Blog bei Livejournal. Oder doch die inzwischen abgenutzten Tagebücher der Mutter, der Großmutter. Dafür, dass so viele historische Tagebücher großer Männer veröffentlicht werden, scheint im modernen Privatalltag Tagebuchschreiben gefühlt ein eher weibliches Phänomen zu sein.

Zumindest stammten die Tagebücher, aus denen Schauspielerin Johanna Bantzer und Dramaturgieassistentin Frederike Taumbaur bei der ersten Ausgabe des Montagsbar-Formats »Verschlossen in der Vergangenheit« von Nadja Diwolt vorlasen, ausschließlich von Frauen. Mit peinlichen-schwärmerischen Teenagerphantasien hatte das wenig zu tun. Dafür mit allem, was in einem Menschenleben passieren kann: Der erste Kuss, Alkoholkrankheit, Fehlgeburt, Depression. Was schwer klingt, wurde durch die Stimmen von Johanna Bantzer und Frederike Tambaur nicht weniger tragisch, aber sehr lebendig.

Bei Sat.1 könnt ihr euch einen Beitrag zur Tagebuchlesung anschauen (click!).

AUFRUF – Schickt uns wieder Tagebücher!

Am 13. Mai gibt es eine zweite Ausgabe von »Verschlossen in der Vergangenheit«, und dafür suchen wir erneut Tagebücher. Die Texte werden sorgfältig ausgewählt und anonymisiert vorgelesen. Die Tagebücher bekommt ihr natürlich nach der Lesung zurück!

Tagebücher könnt ihr an der Pforte des Schauspielhauses in der Prinzenstraße 9 mit dem Stichwort »Tagebuchlesung« abgeben, oder per Mail an nadja.diwolt@staatstheater-hannover.de (click!) schicken.

Further Projects